Im August 2024 verbrachte ich 12 Tage in dieser tollen Stadt. Doch ist das nicht zu lange für nur eine Stadt? Kann man hier viele Dinge unternehmen? In diesem Blogpost werde ich euch mitteilen, welche Orte man unbedingt besuchen sollte, wo man gut essen und übernachten kann und auch viele weitere wissenswerte Tipps mitteilen zu Singapur. Am ende werdet ihr erfahren, was meiner Meinung nach die ideale Länge eines Aufenthaltes in Singapur ist.
Sehenswürdigkeiten
Alles beginnt mit der Ankunft am Flughafen. So möchte ich auch diesen Programmpunkt gleich zu Beginn nennen. Eines kann ich schonmal vorab sagen. Die ganzen Berichte im Internet versprechen nicht zu viel. Denn dieser Flughafen ist wirklich unglaublich. Es ist nicht nur ein Flughafen, sondern zugleich auch ein Einkaufscenter, Restaurant, Erlebniswelt, Actionpark, Botanischer Garten, Kino und vieles mehr. Um sich einen Überblick zu verschaffen was es alles zu entdecken gibt, kann man sich die App „Changi“ herunterladen. Dort sieht man auf welchem Stockwerk oder Terminal sich die Attraktionen befinden. Manche Aktivitäten kann man erst nach der Sicherheitskontrolle besuchen, dies steht aber in der App beschrieben. Folgendes waren meine Highlights: Wonderfall, Canopy Park, Cactus Garden, Jewel Rain Vortex.

Ein weiteres „Must-Do“ ist die Cé La Vi Club Lounge. Diese befindet sich auf dem bekannten Hotel „Marina Bay Sands“. Für 35 Singapur-Dollar hat man Zutritt. Den bezahlten Betrag kann man dann in dem Restaurant / der Bar, für Getränke und Essen nutzen. Am besten geht man ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang hoch um sicher noch einen Platz zu erwischen. So sieht man die Stadt bei Tageslicht, Sonnenuntergang und in Dunkelheit erstrahlen.


Gardens by the Bay ist ebenfalls ein Ort den man nicht verpassen sollte. Um besonders eindrückliche Bilder davon zu machen empfiehlt es sich bei Punkt B mit dem Fahrstuhl nach oben zu fahren. Den Fahrstuhl findet man direkt bei den Supertrees, anhand der Beschilderung. Bei diesem erhöhten Punkt hat es viel weniger andere Leute und man hat einen besseren Blick auf den Garten und die Supertrees. Weiter unten beim Punkt „Restaurants“ habe ich ein tolles Hawker Restaurant erwähnt.


Das arabische Viertel ist ein Teil von Singapur welcher ganz anders aussieht als die typischen Bilder vom Stadtmittelpunkt bei Marina Bay. Man fühlt sich wie in einem arabischen Land. Der Bezirk ist bekannt für die Sultan-Moschee, arabische Restaurants, Streetart und bunte Häuser. Wichtig wenn man die Moschee von innen sehen möchte ist, dass man eine lange Hose trägt und ein langes Oberteil. Man sollte im Vorfeld die Öffnungszeiten prüfen, da die Moschee nicht zu jeder Zeit für Touristen geöffnet ist.

Palawan Beach ist meiner Meinung nach der schönste Strand Singapurs. Auf dem Weg dorthin haben wir sogar noch ein Eichhörnchen und einen Waran gesehen. An dem Strand hat es einige Palmen um im Schatten liegen zu können. Ausserdem kann man über eine Hängebrücke zu einer kleinen Insel gelangen von welcher man einen tollen Ausblick hat.

Fortbewegung
Das Taxi in Singapur ist überraschenderweise nicht besonders teuer. Für eine Fahrt vom Flughafen bis zur Unterkunft in Chinatown, was ca. 25 Minuten dauert, haben wir 35 Singapur-Dollar bezahlt. Dies sind ungefähr 23 Franken. Wenn man sich europäische Standards gewöhnt ist, kann man also durchaus positiv überrascht werden. Noch günstiger währen wohl Grab Taxis. Dazu kann man sich die gleichnamige App herunterladen, welche wir jedoch nie getestet haben.
Für die tägliche Fortbewegung, empfehle ich die U-Bahn (MRT). Das Netz erstreckt sich über alle wichtigen Punkte und ist sehr übersichtlich gestaltet. Um die Verbindungen abzufragen kann man entweder die „Apple Karten“ App verwenden oder die App „SimplyGo“. Auf der SimplyGo App sieht man das ganze MRT Netz. Die Linien sind in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet, welche mit den Farben am Bahnhof übereinstimmt. Man findet sich also sehr gut zurecht. Anders als in der Schweiz, löst man hier nicht vor dem Einsteigen ein Ticket. Man geht vor dem einsteigen in die Bahn durch eine Schleuse. Damit die Schleuse sich öffnet, hält man seine Kreditkarte an den NFT Leser. Genau das gleiche beim Aussteigen. Am ende vom Tag werden dann die Fahren abgerechnet und der Betrag wird direkt von der Karte abgezogen. Vor Ort wurde uns im 7eleven immer eine Guthaben Karte empfohlen, welche wir für 5 Singapur Dollar hätten kaufen können. Diese könnte man dann immer wieder aufladen. Diese Variante würde ich aber auf keinen Fall empfehlen, da das ganze mit der normalen Kreditkarte unkomplizierter und günstiger funktioniert. Zudem kann es sein, dass man das Guthaben bis zum Ende der Ferien nicht aufgebraucht hat und diesen Betrag würde man dann auch verlieren.
Sport
Für mein Fitnessabonnement im „Fitness First“ an der „One George Street“, habe ich für 2 Wochen nur 36 Singpur-Dollar bezahlt, was ca. 23 Schweizerfranken beträgt. Das Fitness hat genau die gleichen Geräte von Technogym welche ich schon vom Active Fitness in der Schweiz kenne. Es hat Wasserspender mit frischem Obst drin, eine Sauna und ein Aussenpool mit Aussicht vom 5ten Stock. Sportkleider und Badetuch bekommt man im Fitnesscenter und kann diese danach wieder abgeben. Dies ist gerade als Backpacker sehr praktisch damit man nicht ständig waschen muss. Allgemein können wir das Fitness für diesen Preis sehr empfehlen, da wirklich für alles gesorgt ist. Wir vermuten aber, dass die anderen Mitglieder sehr viel mehr bezahlen, weil unser Instruktor uns dreimal andere Preise genannt hat.
In einer fremden Stadt joggen zu gehen ist eine tolle Möglichkeit innert kurzer Zeit viele neue Orte zu entdecken. Mit dem Blick auf das Hotel „Marina Bay Sands“ und viele weitere beeindruckende Gebäude, macht das Joggen noch mehr spass. Einzigst die Hitze ist nicht zu unterschätzen. Das feucht-warme Klima ist nicht zu vergleichen mit der kühlen Morgenluft in der Schweiz. Wenn man jedoch vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang startet ist es viel angenehmer. Nachfolgend findet ihr eine Joggingroute welche ich sehr empfehlen kann.

Unterkünfte
Das Circular House ist ein Capsule Hostel welches direkt neben Chinatown liegt. Die typischen Restaurants sind zu Fuss innert ungefähr 5 Minuten zu erreichen. Wir haben pro Nacht 30 Franken bezahlt. Das Hostel ist ziemlich sauber und wirkt relativ frisch renoviert. Die Kapsel in der man schläft ist durch eine Schiebetüre mit Schloss abschliessbar. Zusätzlich bekommt man als Doppelbett zwei grosse Spinde welche ebenfalls ein integriertes Schloss haben. Stauraum hat man also als Backpacker genug. Das Hostel ist recht stark heruntergekühlt, man kann aber den Ventilator in der eigenen Kapsel selbst einstellen. Das Morgenessen bestand aus Toastbrot und heissem Wasser in dem man entweder eine Kaffeemischung anrühren konnte oder einen Tee. In der Konfitüre und der Butter war jeweils ein Plastikmesser welches von allen benutzt wurde und man bekam Pappteller und Pappbecher.
Das 7 Wonders Hostel in der Nähe von Jalan Besar, war unsere zweite Unterkunft und ebenfalls ein Capsule Hostel. Hier haben wir 20 Franken pro Nacht bezahlt. Die Kapsel hatte hier anstelle eine Tür lediglich einen Vorhang und der eine Spind war selbst für einen der beiden Rucksäcke zu klein. Man könnte den Rucksack beim Empfang in einen Abstellraum stellen oder eben mit in die Kapsel nehmen. Allgemein war das Hostel deutlich weniger modern und etwas weiter von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entfernt. Dafür war das arabische Viertel quasi direkt um die Ecke. Allgemein waren in dieser Gegend die Preise in den Restaurants und Supermärkten etwas günstiger. Für das Morgenessen bekam man hier richtiges Besteck und Teller, Toastbrot mit unterschiedlichen Aufstrichen, Müsli, frisch gekochten Kaffee und Tee.
Restaurants
In der Jurassic Nest Food Hall mitten in Gardens by the Bay, findet man das Restaurant "Hawker Chan". Für 11 Singapur-Dollar kann man dort ein Gericht mit Ente, Reis und Gemüse essen.
Lau Pa Sat ist ein bekanntes Hawker Center. Das besondere dort ist, dass es sehr gross ist und Essen von vielen verschiedenen Nationen angeboten wird. Das Hawker Center wirkte sehr sauber im Vergleich zu anderen.
Die Waiting Bar an der Kitchener Road liegt in der Nähe von unserem zweiten Hostel, dem 7 Wonders Hostel. Als wir das erste Mal dort waren, bekamen wir als Geschenk zwei hausgemachte Eistees, beim zweiten Mal war ein Menue gratis und beim dritten Mal bekamen wir Chicken Wings geschenkt. Das Essen dort war sehr lecker und das Personal ebenfalls sehr freundlich.

Das Hong Lim Complex Food Centre liegt in der Nähe vom gleichnamigen Hong Lim Park bei Chinatown. Von aussen wirkt dieses Hawker Center eher schäbig. Darin befindet sich jedoch das Restaurant Ji Ji Noodle House welches ich sehr empfehlen kann. Das Restaurant hat das Gütesiegel A erhalten was für eine hervorragende Sauberkeit steht. Zudem wurde das Restaurant mehrere Jahre in folge im Michelin Guide erwähnt.

Allgemeine Empfehlungen
In Singapur kann man das Wasser vom Hahnen trinken. Es gibt in der Stadt auch diverse Möglichkeiten seine Trinkflasche aufzufüllen. So zum Beispiel am Flughafen oder neben den WC’s von Gardens by the Bay. Auch empfehlen kann ich einen Camelbak mitzunehmen. Da es sehr heiss ist in Singapur hat man so bestimmt genügend Wasser mit dabei.
Ebenfalls aufgefallen ist uns, dass die Gegend um das arabische Viertel günstiger ist als zum Beispiel Chinatown. Wenn man also mal Indisch essen möchte oder sonst in ein Restaurant, hat es dort einiges an Auswahl. Oft haben die Restaurant zur Mittagszeit (12:00-14:00 Uhr) Vergünstigungen und Spezialangebote.
Abschliessend kann ich sagen, dass wir die 12 Tage füllen konnten, gerade auch mit unseren sportlichen Aktivitäten. Uns hätten jedoch auch etwa 9 Tage ausgereicht um die Stadt gut kennenzulernen. Wären wir nicht ins Gym und Joggen gegangen, würden 6-7 Tage hier auch ausreichen um die Stadt ausgiebig zu erkunden. Dabei spielt jedoch auch die Wahl der Unterkunft eine Rolle. Wenn man wie wir in einem Hostel übernachtet mit begrenztem Platz, möchte man vermutlich nicht allzu viel Zeit dort verbringen. Wenn man jedoch in einem luxuriöseren Hotel übernachtet mit Pool kann man zusätzlich noch extra Erholungstage einplanen, was sehr empfehlenswert ist aufgrund der heissen Temperaturen.
