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Hast du schonmal von der thailändischen Insel Koh Phangan gehört? Nein? Dann werde ich dir diesen schönen Ort im folgenden Blogpost etwas näher bringen. Wie man aus dem Titel bereits herauslesen kann, ist die Insel bei Touristen vor allem wegen der Vollmondparty bekannt welche jeden Monat beim südlichsten Zipfel von Koh Phangan stattfindet. Inzwischen gibt es hier auch Halfmoonpartys und mehr. Die Schattenseite davon, ist der Müll welcher von den Strandpartys regelmässig ins Meer gelangt. Doch Koh Phangan ist nicht nur bei Partybegeisterten beliebt. Im nordwestlichen Teil der Insel zieht es vor allem spirituell interessierte Leute hin. Es gibt dort viele Möglichkeiten in richtung von Yoga, healing oder weiteren spirituellen Heilungspraktiken. Natürlich gibt es auf Koh Phangan auch abgesehen von den beiden genannten Bereichen, Dinge zu erleben. Und darauf werde ich nun etwas genauer eingehen.


Unterkunft


Während unserem Aufenthalt auf Koh Phangan haben wir in zwei unterschiedlichen Gegenden gewohnt. Zu Beginn waren wir in einem Hotel am Haad Yao Strand, das Haad Yao Bayview Resort. Das Hotel hatte schöne Bilder auf der Website, aber sehr schlechte Google Bewertungen. Da wir auf unserer Reise relativ günstige Unterkünfte haben und somit auch etwas schlechteres gewohnt sind, dachten wir, wir probieren es einfach mal. Naja. Sagen wir so, wir konnten es schon gut aushalten, aber schön wäre anders. Ich würde jedenfalls niemandem raten diese Unterkunft zu buchen. Die Lage war gut weil man von da aus den Norden der Insel erkunden konnte, aber ansonsten war dort nicht viel los. Als nächstes haben wir uns ein kleines Häusschen bei Hinkong Garden Home gemietet. Zu Fuss brauchten wir nur zwei Minuten zum Strand, ein 7 eleven war auch direkt nebenan und ein Fitnesscenter war ungefähr 5 Minuten entfernt. Da wir in dem Häusschen das erste Mal auf der Reise eine Küche hatten, wollten wir einige Rezepte ausprobieren. Die Lebensmittel haben wir in einem grossen Supermarkt, dem Lotu’s eingekauft. Dort hatte es eine recht grosse Auswahl, auch an frischen Sachen.


Restaurants


Da wir überwiegend selbst gekocht haben, kann ich dieses Mal nicht besonders viele Restaurantempfehlungen geben. Was ich aber gesehen habe ist, dass es am Hinkong Beach sehr viele Strand Bars und Restaurants gibt die sehr gemütlich aussehen. Ausserdem haben wir auf dem Weg von einem Ausflug in einem kleinen Restaurant gegessen welches sehr authentisch war. Das Ta-lah coffee, das sich im süd-westen der Insel befindet. Der Eigentümer war extrem nett, das Restaurant schön eingerichtet und das Essen war sehr lecker. Wir haben sogar kostenlos Wasser zum Essen erhalten und am ende noch eine Drachenfrucht als Dessert.


Aktivitäten


Ganz im Norden der Insel befindet sich der Ko Ma Beach. Man mietet sich am besten ein Motorrad und fährt dorthin. Den Parkplatz findet man direkt wenn man der Google Maps route folgt. Den letzten Teil zum Strand geht man zu Fuss, wobei der Weg durch ein Restaurant führt. Wenn man dem Strand nach rechts folgt gelangt man zum Ko Ma Beach welcher Koh Phangan mit der kleinen Insel Koh Ma verbindet. Man kann an dem Strand super baden gehen, da er eher steil abfällt. Man muss hier also nicht Kilometer weit nach draussen laufen um ins tiefere Wasser zu gelangen.



Unsere zweite Unterkunft war wie bereits oben erwähnt beim Hinkong Beach. Der Strand ist sehr schön, mit vielen Palmen die Schatten spenden. Auf der linken Seite gibt es eine weitläufige Sandbank die je nach Gezeiten einfacher oder schwieriger zu erreichen ist. Bei diesem Strand war es leider so, dass man unglaublich weit nach draussen laufen konnte und trotzdem erst mit den Knien im Wasser war. Zusätzlich gab es viele Quallen. Wir denken dass diese nicht gefährlich waren, aber ganz sicher sind wir uns nicht.



Ebenfalls einen Ausflug wert, ist der Phaeng Noi Wasserfall, aber nicht wegen dem Wasser an sich. Auf den Bildern sieht es spektakulärer aus als es ist. Wir waren in der Regenzeit da und doch hatte der Wasserfall kaum Wasser. Das schöne war aber, dass man eine Wanderung auf dem nature trail machen konnte. So waren wir das erste Mal im tropischen Regenwald. Der Weg hat einige Stellen dabei wo man ansatzweise klettern muss, aber es ist alles gut machbar. An einer Stelle hat man noch einen tollen Ausblick über die Insel und auf dem Rückweg läuft man grösstenteils neben dem Flussbett was sehr schön ist. Insgesamt haben wir für den nature trail 1.5 Stunden gebraucht. Es empfiehlt sich geschlossene Schuhe anzuziehen und Mückenspray einzupacken.



Nach der Wanderung bei heissen Temperaturen benötigt man vermutlich erstmal eine Abkühlung, so war es zumindest bei uns. In ungefähr 5 Minuten Fahrzeit mit dem Roller, erreicht man einen tollen Aussichtspunkt, den Secret Mountain Viewpoint. Das tolle daran ist, dass es ein Restaurant gibt und auch einen Pool wo man wunderbar die Aussicht geniessen kann.



Nach einigen Tagen auf der Insel haben wir uns bereits gewundert, dass wir noch gar keine Affen gesehen haben. Bei den Stränden wo wir waren, gab es jedenfalls keine und auch im Regenwald haben wir sie nicht gesehen. Von einem Einheimischen haben wir dann den Tipp bekommen zum Monkey Corner zu fahren. Dieser Ort ist sogar bei Google Maps eingetragen. Im Endeffekt ist der Monkey Corner eine grössere Ausbuchtung am Strassenrand wo man anhalten kann. Im ersten Moment haben wir keine Affen gesehen und dachten schon, dass sie nicht da sind. Aber sobald wir die Bananen ausgepackt haben, sind die Affen vom Waldstück auf der anderen Strassenseite zu uns gekommen. Wir würden auf jeden Fall die reifen, kleinen Bananen empfehlen da die Affen diese am besten essen können. Wir haben unsere im Supermarkt Lotu’s gekauft als sie noch grün waren und einige Tage später waren wir dann bei den Affen. Wichtig: Man sollte mit den Tieren vorsichtig sein, da sie zwar niedlich aussehen, aber wir wurden oft gewarnt, dass sie auch beissen können.



Eine weitere tolle Erfahrung haben wir bei der Phangan Elephant Sanctuary gemacht. Es gibt in Thailand viele Orte wo Touristen mit Elefanten baden können oder sie reiten können. Für die Elefanten ist das oft stressig. Aus diesem Grund gibt es die Elephant Sanctuary’s, die die Elefanten von diesen Orten freikaufen damit sie den rest vom Leben in Ruhe und in der Natur verbringen können. Wir haben bei unserem Besuch vor Ort Reisbälle mit Gras, Bananen und Futter vorbereitet und diese dann den Elefanten gefüttert. Die Elefanten hatten dort ein sehr weitläufiges Gehege wo sie sich auch zurückziehen können. Wir haben bei unserem Besuch viel über die Tiere gelernt. Wusstest du zum Beispiel, dass sie fast 200 Kg Nahrung pro Tag zu sich nehmen?



Sport


Fast der tollste Ort auf der Insel war für uns der Xantiva Health Club. Das ist ein Fitnesscenter welches gedeckt ist, aber an den Seiten offen ist. Es hatte alle Geräte die man so braucht und für die Ausdauertrainings kann man in den zweiten Stock gehen, wo es einen Raum hat welcher klimatisiert ist. Da das Fitnesscenter nicht weit vom Strand ist, kann man sogar das Meer sehen. Am Abend gab es viele Steckmücken, doch dafür ist das Xantiva vorbereitet, denn es wird extra Mückenspray bereitgestellt wo man sich bedienen kann. Doch das absolute Highlight von diesem Fitnesscenter ist der dazugehörige Wellnessbereich. Wir waren während unserem Aufenthalt fast jeden Tag dort. Der Wellnessbereich besteht aus einem Whirlpool, mehreren Saunas und einem Eisbad. Das Eis dafür wird regelmässig geliefert, sodass immer eine Eisschicht von mindestens 30 Zentimetern da war. Die Leute in dem Fitnesscenter sind alle sehr offen und man kommt gut ins Gespräch.




Visum verlängern


Bei unserer Einreise in Thailand haben wir das Visa on Arrival erhalten, was seit diesem Sommer mit dem Schweizerpass und einigen weiteren möglich ist. Dieses Visum erhält man problemlos beim Flughafen und es ist 60 Tage lang gültig. Da wir noch etwas länger bleiben möchten, haben wir eine Visumverlängerung um weitere 30 Tage beantragt, danach muss man als Tourist allerspätestens das Land verlassen. Theoretisch könnte man kurz über die Grenze nach Malaysia und dann direkt wieder einreisen, das machen auch einige langzeitreisende so. Es gibt in Reisebüros sogar speziell solche Angebote wo man mit Bus oder anderen Verkehrsmitteln nach Malaysia reisen kann. Nun aber zum Prozess der Visumverlängerung. Direkt auf der Insel Koh Phangan gibt es das Phangan Immigration Office welches sich neben dem Polizeiposten befindet. Für die Verlängerung braucht man:

  • TM Formular (bekommt man beim Immigration Office)
  • STM 2 Formular (bekommt man beim Immigration Office)
  • Fotokopie vom Reisepass (vor Ort oder falls geschlossen bei GreenCom Printing)
  • Porträtfoto (kann man beim Shop GreenCom Printing machen lassen)
  • TM 30 Formular (von der Unterkunft verlangen)

Weiter sollte man beachten, dass man bei dem Office keine Shorts oder ärmellose Tops tragen darf, ansonsten wird man direkt Nachhause geschickt. Die Verlängerung kostet 1’900 Bath. Wenn man alle Dokumente eingereicht hat, wird man ins innere des Gebäudes geschickt wo nochmals ein Porträtfoto gemacht wird. Man wird dann dazu aufgefordert am Abend um 16:30 Uhr wieder zu erscheinen weil dann die Reisepässe und Visa an alle Personen wieder ausgeteilt werden.

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