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Um die schöne Insel Koh Tao noch besser kennenzulernen, war unser nächster Stopp direkt beim Sairee Beach in einem Bungalow. Hier gibt es deutlich mehr Restaurants zur Auswahl, viele Souvernirshops, Massagestudios, Diveshops und auch Freediveshops. Letzteres sollte uns in den kommenden Tagen noch vermehrt beschäftigen, doch dazu später mehr.


Unterkunft


Wir haben uns ein Fan Bungalow gemietet in der Unterkunft Sairee Cottage. Fan steht einfach dafür, dass man einen Fentilator im Bungalow hat und keine Klimaanlage. Diese Option ist meist günstiger. Die Unterkunft ist wirklich toll, da es direkt am Meer ist. Man muss nur eine schmale Strasse queren und schon ist man am Strand. Zusätzlich hat es noch zwei Pools mit vielen Liegestühlen. Für einen gemütlichen Poolday, kann man Essen vom hoteleigenen Restaurant an den Pool liefern lassen. Da das Hotel eine eigene Tauchschule integriert hat, ist der Hauptpool jeden Tag auch von den Tauchschülern in Benutzung. Falls einen das stört, kann man an den kleineren Pool ausweichen, der etwas ruhiger ist.



Restaurants


Es gibt einige Restaurants auf Koh Tao die wir sehr toll fanden. Die Cactus Cafe & Beach Bar war sehr toll. Das Essen war wahnsinnig lecker, nicht allzu teuer und es war sehr gemütlich eingerichtet. Das Restaurant lag direkt am Strand, man konnte daher auch in Liegestühlen sitzen unter den Sonnenschirmen oder im Meer baden gehen. Nicht weit davon befindet sich das Blue Water Cafe & Restaurant. Hier haben wir mehr als einmal das beste Barbeque der Insel gegessen. Es war eine willkommene Abwechslung zu den typischen Thaimenus und auch hier konnte man direkt am Strand neben dem Meeresrauschen sitzen. Ich möchte die Empfehlungen kurz halten, damit ich auch wirklich nur die besten Tipps erwähne. Das letzte Restaurant welches bei dieser Aufzählung auf keinen Fall fehlen darf ist das italienische Restaurant Portobello. Schon von weitem riecht man die leckeren Pizzen wenn man entlang der Walking Street läuft. Die Pizza und Pasta schmeckt dort wie von einem richtigen Italiener, also sehr empfehlenswert. Dieses Restaurant ist etwas teurer, sowie die meisten westlichen Restaurants. Es lohnt sich aber definitiv.





Freediving AIDA


Nun zum spannendsten part von diesem Blog. Freediving. Bestimmt hast du schonmal davon gehört. Vielleicht geht es dir wie mir und du hast vor allem die Risiken davon in Filmen mitbekommen, wenn Taucher Ihre eigenen Grenzen zu sehr überschreiten und ein sogenanntes Blackout beim Aufstieg erleiden. Das kann schon relativ furchteinflössend sein. Aber das muss es nicht. Und um die Gefahren vom Freediving zu minimieren und die Unterwasserwelt auf eine neue Weise zu entdecken, haben wir einen zweitägigen Freediving Kurs von AIDA besucht in der Freedive Koh Tao-Freediving school. Diese befindet sich direkt neben dem Cactus Restaurant welches oben erwähnt wurde.

Ein Tag bevor der Kurs überhaupt startete, haben wir uns mit den anderen Teilnehmern im Shop getroffen um zu überprüfen, ob alle den Druckausgleich richtig machen und ob es keine Probleme dabei gibt dies über Kopf zu machen. Wir haben gelernt, dass es unterschiedliche Arten vom Druckausgleich gibt. Profifreediver können dies sogar ohne sich die Nase zuzuhalten. Dies zu lernen ist aber nicht teil des Kurses, das kann man sich über die Zeit selbst aneignen.

Am nächsten Tag startete dann der offizielle Kurs. Wir schnappten uns unsere Wetsuits und gingen mit dem ganzen Zubehör zum Pool. Dort übten wir „statics“, das heisst wir probierten unterschiedliche Techniken um uns zu entspannen. Anschliessend holten wir einmal tief Luft (auch wichtig, mit spezieller Technik) und versuchten liegend im Wasser, so entspannt wie möglich und so lange wie möglich, die Luft anzuhalten. Dies übten wir einige Male mit genügend Pause dazwischen. Das Ziel des AIDA2 Kurses ist, dass man beim static zwei Minuten die Luft anhalten kann. Danach übten wir noch den „Duckdive“, eine Methode möglichst energiesparend runterzutauchen. Im Anschluss hatten wir eine Stunde Pause und haben alle zusammen gefrühstückt. Danach ging es dann schon das erste Mal ins Meer. Wir fuhren mit einem Boot ein stück heraus. Die Bojen waren alle an einer Schnur verteilt und am Boot befestigt. Wir waren mit unserer Instruktorin zu dritt an einer Boje und tauchten abwechselnd immer weiter an der Leine herunter. Es ist erstaunlich wie mühelos es plötzlich ist, tief runter zu tauchen wenn man die Tricks anwendet. Nach diesen Übungen fuhren wir mit dem Boot zum Tauchspot „Whiterock“ und konnten dort das Riff beim Freediven erkunden.

Am zweiten Tag gingen wir wieder zuerst ins Pool. Heute war das Ziel insgesamt 40 Meter zu tauchen mit einem Atemzug. Dazu haben wir den Bleigurt mit der richtigen Anzahl an Gewichten angezogen, damit wir nicht an der Oberfläche und auch nicht ganz am Boden waren. Wir tauchten 20 Meter zur Wand hin drehten uns und schwammen die 20 Meter wieder zurück. Da wir es alle geschafft haben, gingen wir wie am Vortag wieder ins Meer und übten das Tieftauchen an der Leine. Die Instruktorin kam jedes Mal mit runter zur Sicherheit. Bei diesem ersten Kurs von AIDA darf man normalerweise maximal 20 Meter tief tauchen. Wenn man weniger tief möchte ist das aber auch kein Problem, man kann den Kurs trotzdem bestehen. Es geht nicht darum möglichst tief zu tauchen, sondern sicher und ruhig so tief zu tauchen wie man sich wohlfühlt.

Der Kurs war wirklich toll. Man hat viel über den eigenen Körper und die Abläufe gelernt und der Sicherheitsaspekt wurde immer stark thematisiert. Nach dem Kurs ist definitiv klar, Freediven muss nicht gefährlich sein. Wenn man sich an gewisse Dinge hält ist es eine normale Sportart die sehr viel Spass machen kann.

-> Ein Video von unserer Freediveerfahrung ist ganz unten vom Blogpost verlinkt.



Aktivitäten


Als weitere Aktivitäten auf der Insel kann man vor allem ganz viele Viewpoints besuchen. Zu manchen kann man direkt mit dem Roller hinfahren, zu anderen muss man erst noch hinwandern. Unser absoluter Favorit war der John-Suwat-Viewpoint. Der Weg hoch war eher anspruchsvoll, man musste an einigen Stellen klettern. Wir würden umbedingt empfehlen, geschlossene Schuhe anzuziehen, auch wenn die meisten das nicht wissen und mit Flipflops hochlaufen. Es ist viel einfacher mit richtigen Schuhen. Am Eingang haben wir 50 Bath pro Person bezahlt. Ein weiterer eindrücklicher Aussichtspunkt ist der Mango Viewpoint. Man kann den ganzen Weg dorthin mit dem Roller fahren, was aber ein wenig Geschick erfordert. Der Weg ist extrem uneben, es gibt viele Rillen und Steine im Weg. Wenn man möchte, kann man den Roller etwas weiter unten abstellen und den restlichen Weg laufen. Wenn man aber fährt kann man direkt vor dem Eingang zum Viewpoint anhalten. Als Eintritt haben wir 100 Bath pro Person bezahlt und haben dafür ein Wasser bekommen. Das Restaurant ist sehr gemütlich eingerichtet mit Tischen, Thaikissen und sogar unterschiedlichen Spielen um sich die Zeit zu vertreiben. Als weiteren Aussichtspunkt kann ich noch das Thipwimarn Farm & Cafe empfehlen. Es ist ein spezielles Restaurant welches direkt am Abhang liegt. Die Ausstellung von unterschiedlichsten Pflanzen erinnert fast schon an einen botanischen Garten. Über dem Abhang wurden Netze errichtet wo man sich reinsetzen kann, was mega cool ist und die Aussicht ist einfach unglaublich schön. Ein Ausflug den man auf Koh Tao sicher nicht verpassen sollte, ist ein Besuch der Insel Koh Nangyuan. Die Inseln sind mit einem Sandstreifen verbunden. Man kann ebenfalls zu einem Viewpoint hochlaufen wodurch man einen schönen Blick über die Inselgruppe hat. Um Koh Nangyuan zu erreichen bucht man am besten ein Taxiboot.





Sport


Am Sairee Beach kann man wunderbar joggen gehen. Der Strand ist ungefähr 2 Kilometer lang und der Sand ziemlich hart, ausser an einem kurzen Teilstück. Während unserem Aufenthalt haben wir zwei unterschiedliche Fitnesscenter ausprobiert. Das Knock Out Gym war in der nähe vom Mae Haad Bootssteg. Es war nicht besonders gross, aber relativ gut ausgestattet. Da unsere Unterkunft zu Fuss relativ weit davon entfernt war, haben wir noch das Koh Tao Gym and Fitness-Just for the health of it ausprobiert. Dieses war deutlich grösser, wenn auch zu Fuss etwas mühsam zu erreichen weil es nicht direkt im Zentrum ist und relativ weit oben auf einem Hügel.


Allgemeine Empfehlungen


Auf der Insel ist es fast schon ein muss, Roller zu fahren. Man kann vieles zu Fuss machen wenn man an einem Ort ist, aber man verpasst auch den ganzen rest von der Insel wenn man keinen Roller hat. Bei der Wahl vom Rollervermieter sollte man auf die Google Rezensionen achten, da es ab und zu vorkommt, dass versucht wird einem Schäden am Roller anzuhängen. Am besten ist es immer wenn man einen Geldbetrag als Kaution dalassen kann und nicht seinen Reisepass abgeben muss.


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