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Nusa Penida, die malerische Nachbarinsel von Bali, ist ein absolutes Highlight, das ich für Reisende, die unberührte Natur, atemberaubende Strände und Abenteuer suchen, empfehlen kann. Von spektakulären Aussichtspunkten wie Kelingking Beach bis hin zu faszinierenden Unterwasserwelten beim Schnorcheln oder Tauchen – die Insel bietet für jeden etwas. In diesem Guide teile ich meine persönlichen Erfahrungen, die besten Sehenswürdigkeiten, Restaurant-Tipps und alles, was du für deinen Aufenthalt auf Nusa Penida wissen solltest.

Meine persönlichen Highlights während unserem neuntägigen Aufenthalt waren die ausgedehnten Rollerfahrten quer über die Insel, Ausflüge, die schon in den frühen Morgenstunden gestartet haben, die vielen Tiere, die man überall herumlaufen sah, und auch die unglaublich grüne Landschaft, die einem durch die artenreiche Natur geboten wird. Meiner Meinung nach ein Ort den man auf seiner Asienreise auf keinen Fall skippen sollte.



Unterkunft


Obwohl die Insel im Vergleich zu Bali weniger touristisch ist, gibt es eine breite Auswahl an Unterkünften. Man findet Angebote von Lowbudget bis Highclass. Wir haben uns für die Unterkunft Crystal Bay Beach Bungalow entschieden, was, wie der Name schon sagt, in der Nähe vom Crystal Bay liegt. Von dem kleinen Dorf, wo die Unterkunft liegt, läuft man ca. 10 Minuten, bis man am Strand ist. Der Weg führt an einem kurzen Teil durch ein Waldstück. Wir haben dort oft Kühe mit Kälbern, Hühner mit Küken, natürlich Hunde und manchmal auch Schweine gesehen. Die Unterkunft ist toll gelegen, weil man rundherum tolle Natur hat. Man muss es natürlich auch mögen. Das Frühstück haben wir direkt inklusive gebucht. Dieses bestand aus einem kleinen Früchteteller und einfachen Speisen wie Pancakes oder Omelett mit Toastbrot. Das Essen war allgemein auf der Insel meistens eher knapp berechnet und so war es auch mit dem Frühstück im Hotel. Roller konnten wir ebenfalls direkt im Hotel buchen. Wir haben keinen Vergleich mit anderen Rollern auf der Insel, aber im Vergleich zu anderen Rollern, die wir in Asien schon hatten, war der Roller schon in einem relativ schlechten Zustand. Trotz unseren abenteuerlichen Trips rund um die Insel hatten wir aber keine Probleme.



Restaurants


Von unserem Hotelrestaurant waren wir leider nicht begeistert. Der Fried Rice und auch andere Speisen waren nicht besonders gut zubereitet. Umso besser war aber das Restaurant in unserem Nachbarhotel Bale Lumbung Bungalows. Es gab eine gute Auswahl an Speisen, die Mitarbeiter waren sehr freundlich und das Essen war lecker, wenn auch nicht überdurchschnittlich. Genau das Gleiche bei einem weiteren Hotelrestaurant in der Gegend, dem Penida Bay Resto. Eine kurze Fahrt mit dem Roller entfernt liegt das Griyatama Warung, welches ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Wir hatten dort die Frühlingsrollen und einen Veggieburger, was beides sehr lecker war, und noch dazu hatte es sehr freundliches Personal und der Preis war unschlagbar. Ein Geheimtipp ist das Warung Beach Stone (linkes Bild), weil es so unscheinbar von aussen aussieht. Das Restaurant liegt am ganz linken Ende vom Crystal Bay. Die Dame die für uns gekocht hat, hat uns sogar noch geröstete Nüsse als kostenlose Vorspeise angeboten und die Speisen die wir probiert haben waren sehr lecker. Hier kann ich den Fried Rice mit Chicken Satay empfehlen. Am Anfang einer bekannten Sehenswürdigkeit, Angels Billabong, wurden wir von einem Restaurant echt überrascht. Es sieht sehr auffällig aus mit den farbigen Tüchern welche an einem Gerüst um die Tische gespannt waren und es liegt direkt an der Klippe, wodurch die atemberaubende Aussicht aufs Meer schon mal vorprogrammiert ist. Man könnte vielleicht erwarten, dass hier haufenweise Touristen essen und das Essen dadurch nicht besonders Mühevoll hergerichtet wird. Wir wurden aber überrascht und es war sehr lecker bei einem super angemessenen Preis. Für zwei Hauptspeisen mit einer grossen Flasche Wasser haben wir 9 Schweizer Franken bezahlt. Das Restaurant heisst New Angel Billabong Resto (rechtes Bild) und ist perfekt zum Entspannen nach dem Herumwandern in der Hitze.



Aktivitäten


Da es auf Nusa Penida unglaublich viel zu sehen und entdecken gibt, haben wir unsere Tage im Voraus ein wenig geplant, sodass wir dann am Ende auch alles gesehen haben, was wir wollten. Jeder einzelne Ausflug war ein Highlight für sich. Begonnen haben wir an unserem zweiten Tag auf der Insel mit dem Crystal Beach, der bekannt für sein kristallklares Wasser ist. Das kann ich auf jeden Fall bestätigen. Vor allem auf der linken Seite war das Wasser unglaublich klar an dem Tag wo wir da waren. In der Mitte wurde es dann leider etwas trüb. Vom Crystal Beach aus gibt es auf der linken Seite einen Weg rüber zum Pandan Beach. Dort haben wir dann sogar noch eine Schildkröte gesehen und es gibt auch eine Schaukel direkt am Meer unten. Das Besondere ist, dass der Pandan Beach viel verlassener ist weil die wenigsten Leute dort rüberlaufen wollen, da es etwas steil ist. Der Spaziergang dauert aber nur etwa 10 - 15 Minuten.



Am Tag danach standen bei uns Angel’s Billabong & Broken Beach auf dem Programm, worauf wir uns schon sehr gefreut hatten. Der Weg dahin war etwas holprig und dort angekommen kann man speziell bei einem Rollerparkplatz parken. Man läuft dann einfach den Schildern nach und erreicht als erstes Angel’s Billabong. Der Weg zum Naturpool hinunter ist mittlerweile abgesperrt, da es einfach zu gefährlich wäre wenn Leute bei Flut dort reingehen würden. Bei starkem Wellengang sollte man ausserdem nicht zu nahe an den Abgrund gehen, da es auch schon vorgekommen ist, dass Leute von einer Welle erfasst wurden. Läuft man etwas weiter, kommt man nach ungefähr 15 Minuten zum Broken Beach und direkt davor ist auch die Manta Bay, wo man mit etwas Glück die Mantas von oben beobachten kann.



An einem weiteren Tag fuhren wir mit dem Motorrad zu der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit, Kelingking Beach. Die Aussicht von oben ist wirklich wunderschön. Um 7 Uhr morgens, als wir dort waren, waren erst etwa 5 Leute dort, wodurch wir die Aussicht richtig geniessen konnten. Wir wagten dann auch den Abstieg zum Beach runter, was etwa 40 Minuten dauert. Hierfür sollte man unbedingt geschlossene Schuhe, allenfalls sogar Trekkingschuhe anziehen, denn ab der Hälfte geht es unglaublich steil nach unten und die „Treppe“ kann man eigentlich gar nicht als solche bezeichnen. Es waren abgebrochene Felsstufen, teilweise wurden Tritte mit Bambusstäben etwas erleichtert. Immerhin gab es ein Geländer. Unten angekommen hatten wir den Strand fast für uns alleine, es waren wenige Touristen und einige einheimische Angler dort. Bis um 11 Uhr hatten wir Schatten am Strand und als es nur noch pralle Sonne gab, entschieden wir, uns an den Aufstieg zu machen. Zu dem Zeitpunkt gab es schon viele Leute, die ebenfalls auf dem Weg nach unten waren und das Kreuzen war nicht ganz einfach auf den schmalen Stufen.



Im Süden der Insel gibt es zwei coole Spots, die man kombinieren kann. Der bekannte Diamond Beach ist auf jeden Fall ein Hingucker. Für den Parkplatz bezahlt man 5’000 Rupiah und dann für den Eintritt 35’000 Rupiah. Somit gehört dieser Strand zu den „teuereren“ Sehenswürdigkeiten, da die anderen meist gratis oder noch um einiges günstiger waren. Um den Strand erstmal zu erreichen, steigt man eine steile Treppe nach unten. Auch hier kommt man am besten am frühen Morgen vorbei, da es zu der Zeit einfach am wenigsten Leute hat. Auf dem Weg zum Diamond Beach haben wir noch einen Zwischenstopp bei den Teletubbies Hills gemacht. Das kann man gut kombinieren, wenn man sowieso daran vorbeifährt und bietet nochmals eine andere Aussicht als der Rest der Insel. Auf dem Rückweg vom Diamond Beach, haben wir noch einen weiteren Zwischenstopp beim Beachclub The Chill Penida eingeplant. Hier kann man gemütliche Stunden mit gutem Essen, Drinks und Pool verbringen.



Eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Insel wäre der Guyangan Waterfall. Leider haben wir dies während unserem Aufenthalt nicht mehr geschafft, aber es wäre bestimmt sehr schön dort. Das Besondere daran ist, dass es einen Naturpool gibt, in dem man bei Ebbe baden gehen kann.


Tauchen


Wenn man mal auf Nusa Penida ist, sollte man unbedingt tauchen oder schnorcheln gehen. Es gibt unglaublich tolle Spots wie den Crystal Bay, Gamat Bay, Toya Pakeh und viele mehr. Die Hauptattraktion ist aber definitiv der Manta Point. Hier sieht man meistens Mantas, nicht zu verwechseln mit Manta Bay, denn dort ist die Chance auf Mantas wesentlich kleiner. Wenn man zur richtigen Saison kommt, hat man auf Nusa Penida sogar noch die Chance, Mola Molas zu sehen. Leider waren wir dafür zur falschen Zeit dort. Ansonsten sollte man noch wissen, dass es vor allem im Norden teilweise starke Strömungen gibt, wodurch man sich am Riff herumtreiben lassen kann. Bei unserem Tauchgang am Crystal Bay mussten wir uns sogar zeitweise an einem Felsen festhalten, weil die Strömung für einige Minuten stärker wurde. Im Süden hat man hingegen weniger Strömungen.



Sport


Auch wenn die Infrastruktur auf Nusa Penida noch nicht so weit ist wie auf der Nachbarinsel Bali, gibt es einige Möglichkeiten, sich fit zu halten. Wir waren im Semabu Gym wo es so ziemlich alle Geräte gab, die man für ein Training braucht. Der Eintritt war mit 20’000 Rupiah unglaublich günstig. Natürlich waren die Geräte nicht im allerbesten Zustand und es gab keine Klimaanlage, aber es reicht aus, um in der Routine zu bleiben.


Verkehr


Der Verkehr ist ein bisschen ein schwieriges Thema auf Nusa Penida. Die Strassen sind unglaublich schmal, sodass die Roller gut Platz haben und trotzdem gibt es sehr viele Autos auf der Insel. Da diese nicht wirklich Platz haben wird standardmässig über der Mittellinie gefahren. Müssen sich mal zwei Autos kreuzen, hält das natürlich dann den ganzen Verkehr auf. Es kommt zu Überholmanövern durch die Roller, die schneller fahren möchten und somit ist das Fahren nicht ganz ungefährlich. Wenn man ein guter und zuverlässiger Rollerfahrer ist, kann man dies natürlich trotzdem machen und das lohnt sich sehr. Es gibt so schöne Strecken auf der Insel und es macht einfach Spass, diesen Ort auf eigene Faust zu entdecken.

Ganz allgemein kann ich Nusa Penida als Ferienziel jedem empfehlen, der die Natur liebt und das Abenteuer sucht. Bei Fragen zum Blogpost oder zu meinem Aufenthalt können diese gerne mit dem Feedbackformular hier auf der Website oder auf Instagram als Kommentar gestellt werden. :)


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