Das grüne Herz Balis – Reisfelder, kulturelle Highlights und unvergessliche Erlebnisse erwarten dich. Von traumhaften Villen und einzigartigen Cafés bis hin zu abenteuerlichen Ausflügen in die Natur – entdecke in diesem Guide, warum Ubud ein absolutes Muss für jeden Bali-Reisenden ist.
Unterkunft Ubud
In Ubud haben wir als Sechsergruppe zusammen die Sari Villa für zwei Wochen gemietet. Es gibt auf Bali Villen in unterschiedlichen Preisklassen. Für unsere haben wir zum Beispiel nur CHF 8 pro Person, pro Nacht bezahlt. Unsere Villa lag mit dem Roller ca. 10 Minuten vom Zentrum Ubuds entfernt was ziemlich perfekt war. Wir waren somit in der Natur und in der Nähe von ein paar Reisfeldern. Bei der morgendlichen Joggingrunde quer durch die Reisfelder bekamen wir einen super Einblick wie die Bauern die Felder bewirtschaften. Etwas speziell war, dass die Villa auf Google Maps nicht auffindbar ist. Manchmal ist das ein Zeichen dafür, dass es sich um einen Fake handelt. Wir haben das einfach mal riskiert und es war tatsächlich kein Fake.
Kaffees und Restaurants Ubud
In Ubud hat es unglaublich viele Kaffees und Restaurants die meist sehr westlich angepasst sind. Das ist wohl auch der Grund warum sich Bali grosser Beliebtheit bei digitalen Nomaden erfreut. Es gibt nebst den vielen westlichen Restaurants aber auch viele Warungs die traditionelle Speisen anbieten. Dass es so viele unterschiedliche Optionen für Essen und Getränke gibt ist auch der Grund warum sehr viel Wert auf Google Rezessionen gelegt wird. Ab und zu bekommt man deshalb ein gratis Getränk oder ein kleines Extra, mit der Bitte eine Google Rezension zu schreiben. Das führt leider dazu, dass die Bewertungen nicht immer neutral sind und man sich nicht 100% darauf verlassen kann. Folgende Kaffes und Restaurants kann ich sehr empfehlen. Bei den Restaurants 1-5 kann man sowohl Frühstücken und Kaffee trinken und auch Mittag,- und Abendessen bekommen. Die Nummer 6 ist ein reines Sushirestaurant ohne Frühstücksoptionen.
1 Kalos (Kaffee fand ich hier nicht so gut, dafür war das Essen extrem lecker)
2 Mudra Cafe (Veganes Kaffee mit unterschiedlichen Essensangeboten)
3 Titik Temu Coffee (Tolle athmosphäre und leckere Speisekarte) kein Foto
4 Delta Coffee & Roastery (bester Kaffee den ich auf Bali hatte, leckeres und traditionelles Mittagessen) kein Foto
5 Watercress (leckerster Frappuccino und Frühstück)
6 Shoga Sushi & Kitchen (sehr leckeres Sushi zu günstigem Preis)


Aktivitäten
Was in Ubud sicher auf keinen Fall fehlen darf, sind die Reisfelder. Wir hatten das Glück, dass unsere Unterkunft nicht weit von einigen grossen Reisfeldern war, darum konnten wir mehrmals dort joggen gehen. Ansonsten kann ich empfehlen, das Distrikt Sideman zu besuchen. Man kann dort einen Spaziergang durch diese ländliche Gegend machen und sieht auch die Reisfelder. Unsere Tour haben wir bei der Yellow Bridge Tukad Yeh Unda gestartet. Dieser Ausflug lohnt sich, wenn man mal eine andere Seite von Bali sehen möchte als die Städte welche sehr touristisch sind.

Als nächstes ist es sehr bekannt zum Sonnenaufgang auf den Mount Batur zu wandern. Hierzu sollte man sich eine Tour buchen damit man einen Bergführer hat. Für die Tour wurden wir um 03:00 Uhr abgeholt. Wir fuhren dann zuerst etwa 40 Minuten bis zu einem Ort wo wir Kaffee und frittierte Bananen zum Frühstück bekommen haben. Dann ging es weiter bis zum Fusse des Mount Batur. Dort bekamen wir unsere Stirnlampen und dann ging es auch schon los. Die Wanderung nach oben dauerte nur eine Stunde. Da der Boden aus Lavageröll besteht, ist es relativ rutschig, man sollte also gutes Schuhwerk tragen. Am besten nimmt man auch noch etwas warmes zum drüberziehen mit, denn auf dem Mount Batur ist es morgen um die 15 Grand mit Wind. Da wir während der Regenzeit da waren, haben wir leider nicht besonders viel vom Sonnenaufgang gesehen weil es sehr neblig war. Oben haben wir dann nochmals ein einfaches Frühstück bekommen aus Toastbrot und Bananen.

Nach der Mount Batur Wanderung war unser Ausflug aber noch nicht zu ende. Als nächster Stopp hielten wir bei einer Kaffee und Teeplantage. Dort wurden wir erstmal herumgeführt mit anschliessendem Kaffee und Tee tasting. Wenn man nach Bali kommt, hört man bestimmt irgendwann von dem berühmten Luwak Kaffee. Die Besonderheit daran ist, dass die Kaffeebohnen von der Schleichkatze „Luwak“ ausgeschieden wurden. Durch den Verdauungsprozess werden die Kaffeebohnen fermentiert und es werden so die Bitterstoffe genommen. Zudem essen die Tiere nur besonders reife und gute Kaffeekirschen was den Kaffee am ende noch qualitativ besser machen soll. Beim Kaffeetasting war der Luwak Kaffee nicht inklusive da dies als der teuerste Kaffee der Welt gilt. Man konnte sich aber eine Tasse bestellen was auch jemand von unserer Gruppe gemacht hat. Wir alle fanden den Kaffee wirklich lecker und kaum bitter obwohl er kein Zucker drin hatte.

Um ein paar Souvenirs zu kaufen hat es allgemein viele Läden in Ubud. Ausserdem kann man auch mal den Art Market besuchen. Dort reihen sich viele Stände aneinander. Man kann Sarongs, Tee, Seife, Kleidung, Taschen und vieles mehr kaufen.
Wenn man Affen sehen möchte, empfiehlt es sich den Monkey Forest zu besuchen. Das ist ein Park der natürlich angelegt ist wo ganz viele Affen leben. Meiner Meinung nach ist das ganze sehr touristisch. Man könnte sogar Selfies mit den Affen machen. Meiner Meinung nach ist es schöner, wenn man die Affen irgendwo in der Natur antrifft, aber wenn man jetzt noch nie Affen gesehen hat ist es sicher eine tolle Option.

Etwas was man in Ubud umbedingt besucht haben sollte ist der Cretya Club. Dies ist eine Mischung aus einem Beachclub mit DJ, Kaffeeplantage, Baliswing, Freizeitpark und Restaurant. Man kann sich dort gut einen Tag lang verweilen. Das ganze ist natürlich sehr touristisch. Die Reisefelder die man dort sieht wurden einzig für die Touristen angelegt, sowie auch der ganze Park mit den Baliswings und weiteren Attraktionen. Besonders ist aber, dass man wirklich alles an einem Ort hat und es ist auch wirklich schön und besonders gemacht dort. Der Eintritt ist mit 50’000 Rupiah nicht besonders hoch.

Auf Bali hat es viele Wasserfälle die man besuchen kann. Da bei uns gerade Regenzeit war, waren die Wasserfälle eher braun. Wir würden aber sagen, dass es sich trotzdem lohnt mindestens einen Wasserfall zu besuchen. Der Kanto Lampo Wasserfall ist ein toller Fotospot. Das Wasser fliesst hier über mehrere Steinstufen. Der Eintritt kostete hier 25’000 Rupiah. Der zweite Wasserfall war der Tibumana Wasserfall. Hier konnte man durch die Natur und über mehrere Brücken laufen, bevor man den Wasserfall erreichte. Die Natur ist sehr schön rundherum.
Ein absolutes Highlight war für uns das Riverraften. Rund 1.5 Stunden ging die Fahrt mit dem Gummiboot durch den Fluss Ayung. Auf der Strecke kamen wir an mehreren kleinen Wasserfällen vorbei, wir konnten im Fluss schwimmen gehen und standen unter den Wasserfällen. Nebst ganz viel Action ist es auch ein tolles Erlebnis so direkt in der Natur zwischen den Bäumen hindurch zu fahren. Uns erinnerte die Natur mit den grossen Blättern an den Film Avatar. Wir können dies jedem ans Herz legen. Der Preis dafür betrug sich etwa um die CHF 12.- pro Person was wirklich sehr wenig ist, wenn man vergleicht wie viel man dafür an anderen Orten bezahlt.

In Ubud sollte man es auch auf keinen Fall verpassen eine Massage zu machen. Wir hatten hier eine etwas preiswertere Variante gewählt, aber dafür war es auch ein extrem spezielles und tolles Erlebnis. Wir waren dafür im Jaen’s Spa und haben eine Kombination aus balinesischer Massage, Gesichtsbehandlung und Haarbehandlung gemacht. Dazu bekamen wir zwischen den Massagen noch ein leckeres Dessert mit Vanilleglace und frischen Früchten und Tee.

Sport
Ganz in der Nähe unserer Villa, am Rande der Stadt Ubud haben wir das Ubud Fitness Center gefunden welches uns sehr gut gefallen hat. Es war sauber, hatte eine gute Klimaanlage, die Geräte waren in einem guten Zustand und es hat einfach alles gepasst. Ein zwei Wochen Abo hat uns hier 475’000 Rupiah gekostet was ungefähr CHF 26.- entspricht. Nebst dem Fitnesscenter habe ich oben erwähnt, dass unsere Villa gut gelegen war um in den Reisfeldern zu joggen. Wenn man die Unterkunft nicht direkt in der Stadt hat, ist das eine tolle Möglichkeit um die Gegend ein wenig zu erkunden.
Verkehr
Der Verkehr war in Ubud ganz verrückt. Die wichtigste Verkehrsregel lautet: „De schneller isch de gschwinder“. Die Strassen können ab und zu sehr überfüllt sein in Ubud. Deswegen versuchen die Rollerfahrer ständig die Autos von allen Seiten zu überholen. Dazu wird gerne und häufig auch in Kauf genommen, dass man 10-15 Meter auf der Gegenfahrbahn fährt um zu überholen, um sich dann weiter vorne wieder reinzuzwängen damit die Autos auf der Gegenfahrbahn durchkommen. Nicht selten passiert es, dass die Roller bei Staus die komplette Gegenfahrbahn blockieren, sodass die Autos gar nicht mehr durchkommen. Auch oft sieht man wie die Roller in die entgegengesetzte Richtung einer Einbahnstrasse fahren um schneller ans Ziel zu kommen. Es ist also wichtig immer die Augen offen zu halten und wachsam zu bleiben.
